Oberbürgermeisterwahlkampf Wuppertaler CDU wählt Matthias Nocke zum Oberbürgermeister-Kandidaten

Wuppertal · 90 Prozent votieren bei der Mitgliederversammlung für den aktuellen Stadtdirektor.

Matthias Nocke, hier bei einem WZ-Interview, ist vom CDU-Kreisverband mit großer Mehrheit als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im Herbst gewählt worden.

Foto: Fischer, Andreas H503840

Die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Wuppertal haben Matthias Nocke (62) mit großer Mehrheit zu ihrem Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im September dieses Jahres gewählt. Nocke erhielt bei der Wahl ohne Gegenkandidaten (102 von 113 Stimmberechtigte) 90,27 Prozent der Stimmen.

In seiner Bewerbungsrede hatte Nocke vor der Abstimmung die Partei zur Geschlossenheit im kommenden Wahlkampf aufgerufen. „Ich kann Wuppertal - und Wuppertal kann mehr“, lauteten seine Kernaussagen. Nocke verwies darauf, dass er seit 17 Jahren als Dezernent der Stadt Wuppertal und seit neun Monaten als Stadtdirektor über die Erfahrung verfüge, die Stadt in schwierigen Zeiten als Chef der Verwaltung zu führen und im Rat verlässliche Mehrheiten zu bilden. Deutliche Kritik äußerte Nocke am amtierenden Oberbürgermeister Uwe Schneidewind: „Einer, der viel über die Zukunft redet, aber in der Gegenwart kläglich scheitert.“ Als seine erste Aufgabe im Amt nannte Nocke das Haushaltssicherungskonzept. In zehn Jahren gelte es, eine Milliarde Euro zu konsolidieren. „Wir wollen gestalten, nicht platt machen“, so Nocke.

Vor seiner Rede hatten sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft in Videobotschaften für Matthias Nocke als Kandidaten ausgesprochen: Jörg Mittelsten Scheid, Herbert Reul, Andreas Feicht, Christina Kaut-Antos und Ralf Putsch.Die CDU-Mitglieder feierten den gewählten Kandidaten mit lang anhaltendem Beifall und Plakaten mit dem Slogan: Matthias macht´s besser.

Matthias Nocke war vom Kreisvorstand der CDU Wuppertal vorgeschlagen worden. Auch der CDU-Kreisvorsitzende Johannes Slawig kritisierte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind, den die CDU vor fünf Jahren gemeinsam mit den Grünen als Kandidaten nominiert hatten. „Das Experiment ist gescheitert“, sagte Johannes Slawig rückblickend.