„Ich habe nicht den Auftrag bekommen, mich für eine Fristverlängerung einzusetzen“, sagte am Montag der ihm nahestehende Abgeordnete Jean-Christophe Cambadélis dem Sender France Culture. „Dominique Strauss-Kahn will jetzt in erster Linie von dem Unrecht, das ihm widerfahren ist, reingewaschen werden“, fügte er hinzu.
Die Frage, ob die Bewerbungsfrist für die Vorwahlen am 13. Juli aufgeschoben wird, um Strauss-Kahn doch noch eine Kandidatur zu ermöglichen, beschäftigt die Sozialistische Partei seit Tagen. Parteichefin Martine Aubry erklärte am Sonntagabend, dass sie an ihrer Kandidatur festhalten werde. Aubry hatte sich erst nach langem Zögern entschieden anzutreten. Nach Einschätzung französischer Medien hatte sie sich vor dem Beginn der Affäre um den IWF-Chef bereits damit abgefunden, Strauss-Kahn die Kandidatur zu überlassen.