Doch inzwischen hat sich die Lage dramatisch geändert.
Strauss-Kahn, ein exzellenter Finanzexperte, könnte in Zeiten leerer Staatskassen, steigender Arbeitslosigkeit und schwächelnder Konjunktur genau der Richtige sein, der Frankreich aus der Krise herausführt. Doch jetzt haben die Franzosen auch seine dunkle Seite kennengelernt: die des Schürzenjägers und Schwerenöters.
Unmittelbar vor dem Skandal hatte er hellseherische Fähigkeiten bewiesen. Sein Einzug in den Elysée, so vertraute er sich Pariser Journalisten an, könnte an drei Dingen scheitern: an seinem jüdischen Glauben, seinem Image als Champagnersozialist und seinen Frauengeschichten. Ein Comeback ist höchst unwahrscheinlich.