Umfragen sagen allerdings einen deutlichen Vorsprung für die populistische Protestpartei ANO („Ja“) des Milliardärs Andrej Babis voraus.
Er wolle das „korrupte Klientelsystem“ der etablierten Parteien bekämpfen, sagte der 63-Jährige bei seiner Stimmabgabe am Freitag. Der zweitreichste Tscheche will „den Staat wie eine Firma lenken“ und wird deshalb in den Medien auch als der „tschechische Donald Trump“ bezeichnet.
Am ersten Wahltag war die Beteiligung etwa gleich hoch wie vor vier Jahren, als sie am Ende bei 59,5 Prozent lag. Mit ersten aussagekräftigen Auszählungsergebnissen wird bis zum späten Samstagnachmittag gerechnet. 31 Parteien kämpfen um die 200 Sitze im Abgeordnetenhaus, der wichtigeren der beiden Kammern.
Seit 2014 regiert in Tschechien eine Mitte-Links-Koalition aus Sozialdemokraten (CSSD), ANO-Partei und Christdemokraten (KDU-CSL).