Zuletzt waren entsprechende Vorwürfe gegen den Berliner CDU-Vorsitzenden Frank Henkel erhoben worden. Allerdings hatten sich auch CDU-Frauen gegen die Urheberin gewandt.
Die Grenze sei überschritten, „wenn Sprüche oder Handlungen die Persönlichkeit verletzen, wenn die Frau auf das Sexuelle reduziert wird“, erklärte Schwesig. „Viele denken ja, bei Altherrenwitzen soll man sich nicht so haben. Aber diese Haltung ist nicht akzeptabel.“ Sie sei ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung und fehlender Gleichberechtigung.
Die Ministerin widersprach ihrer Amtsvorgängerin Kristina Schröder (CDU), die vor einer sterilen Gesellschaft gewarnt hatte, in der vorschnell Sexismus-Vorwürfe erhoben werden. „Diese Gefahr sehe ich überhaupt nicht“, sagte sie. Schwesig wandte sich aber gegen Rechtsverschärfungen, etwa einen neuen Strafrechtsparagrafen „Sexuelle Beleidigung“.