Insbesondere in Zeiten, in denen vieles unsicher ist, brauche es Halt, sagte Söder. Im Gespräch mit Papst Franziskus kündigte er ein Hilfsprogramm für Obdachlose in Großstädten an.
Söder wurde am Freitagmorgen vom Papst im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen. Anschließend traf er im Kloster Mater Ecclesiae mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI zusammen. Aus der Münchner Staatskanzlei hatte es vor der Reise geheißen, die Terminüberschneidung mit dem Kreuz-Erlass sei reiner Zufall, der Besuch im Vatikan sei bereits lange geplant gewesen.
Nach dem Beschluss des bayerischen Kabinetts muss seit Freitag in den Dienstgebäuden des Freistaats ein Kreuz im Eingangsbereich hängen. Für Hochschulen, Theater und Museen gilt keine Pflicht, sondern nur eine Empfehlung. Der Erlass ist nicht nur in der Opposition auf Kritik gestoßen, auch Vertreter der Kirchen warnten vor einer Instrumentalisierung des Kreuzes für Wahlkampfzwecke. Kardinal Reinhard Marx erklärte, der Vorstoß sorge für „Spaltung und Unruhe“.