Frankreich, das jetzt mit seiner Luftwaffe und Elitesoldaten die schwache malische Armee gegen die schwer bewaffneten Islamisten unterstützt, verteidigt in der Wüste auch europäische Interessen. Der Alleingang von Paris ist zwar nicht unumstritten. Aber das Vorgehen der früheren Kolonialmacht Malis ist durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gedeckt.
Immerhin haben die USA und Großbritannien schon logistische Unterstützung zugesagt. Die EU zaudert und will sich nur mit 200 militärischen Ausbildern begnügen, welche die malischen Regierungstruppen auf Vordermann bringen sollen. Ob dies ausreichen wird, bleibt abzuwarten. Die Welt sollte sich keine große Hoffnung auf ein schnelles Ende des Mali-Krieges und einen Blitzsieg über die Islamisten machen.