Für die Stichprobe waren zehn Versicherungen und Makler ausgewählt worden. Die Verbraucherschützer schickten eine Studentin mit 850 Euro Monatseinkommen in die Beratung - und nach ihrer Ansicht hätten die Berater erkennen müssen, dass die Studentin damit unterm Strich gar kein Geld zum Renten-Sparen zur Verfügung hatte. Dennoch bekam sie unterschiedlichste Produktempfehlungen. Zwei Makler boten ihr sogar Rürup- und Riester-Sparverträge an, obwohl die Frau ohne sozialversicherungspflichtigen Job gar keinen Anspruch darauf habe.
Nach Abzug von Miete und Lebenshaltungskosten blieben der Studentin knapp 100 Euro monatlich übrig - den Verbraucherschützern zufolge eine wichtige Notreserve zum Beispiel für Reparaturen. Allerdings habe kein Makler nach den genauen Einkünften und Ausgaben der Test-Kundin gefragt, kritisieren die Experten.