Zum Vergleich: Kaffee kommt auf einen jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 162 Litern, Mineralwasser auf 148 Liter. Weltmeister im Teetrinken sind noch vor den Briten die Ostfriesen: Sie trinken mehr als 300 Liter pro Jahr. „Tee wird heute mehr denn je wertgeschätzt, nicht nur zum Frühstück oder als Afternoon Tea“, sagte Verbandsvorsitzender Jochen Spethmann. „Tee ist Teil hippen Lifestyles und wird immer öfter regelrecht zelebriert.“
Die Nachfrage nach Grüntee, der in den vergangenen Jahren einen wachsenden Marktanteil eroberte, ist nicht weiter gestiegen. Schwarzer Tee konnte Anteile zurückgewinnen und macht nun 72 Prozent des Marktes aus, gegenüber 28 Prozent Grüntee, heißt es in der Mitteilung. Mehr als die Hälfte des Tees wird über Discounter und den Lebensmittelhandel vertrieben.
Deutschland ist nicht nur ein wichtiges Verbraucherland, sondern auch eine Handelsdrehscheibe, wo Tees veredelt werden. Die deutschen Teehändler importierten 57 518 Tonnen Tee, ein Plus von 0,6 Prozent. Rund die Hälfte der Einfuhren kam aus Indien und China. Die Exporte erhöhten sich um 1,2 Prozent auf 25 413 Tonnen. Weltweit wuchs die Teeproduktion um fünf Prozent auf 5,4 Millionen Tonnen und erreichte ein neues Rekordhoch. Global betrachtet ist Tee das beliebteste Getränk der Welt, noch vor Kaffee.