Mit der Entscheidung werde eine Algengattung gewürdigt, von der 20 heimische Arten auf der Roten Liste gefährdeter Arten stünden. Die heimischen der weltweit etwa 300 vorkommenden Chara-Arten lebten meist im Süßwasser, in kalkreichen und nährstoffarmen Seen, erklärte die Algenforscherin Irmgard Blindow von der Biologischen Station Hiddensee der Uni Greifswald. Einige behaupteten sich auch im Brackwasser. „Viele Chara-Arten sind Pioniere, die oft als erste neu entstandene Kleingewässer besiedeln“, sagte Blindow.
Da in immer mehr Gewässer zu viele Nährstoffe eingetragen würden, stünden die meisten Chara-Arten auf der Roten Liste. Die Empfindlichkeit der Armleuchteralgen nutzten Biologen, um auf die Wasserqualität zu schließen. „Wo Armleuchteralgen vorkommen, ist die Welt noch in Ordnung.“