Bis Freitag stieg der Wert auf 200 Mikrogramm, das 20-Fache des in China gültigen Grenzwerts, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Verantwortlich sei ein Leck in einer Rohöl-Pipeline einer Tochtergesellschaft des Konzerns China National Petrolem Corp, schrieb Xinhua.
Berichte über das verseuchte Trinkwasser lösten Panik in der Bevölkerung aus. In Supermärkten war Wasser am Freitag rasch ausverkauft, die Feuerwehr brachte bis spät in die Nacht Notrationen in die Stadt. Die Stadtverwaltung wies die Menschen an, bis Samstagmittag (Ortszeit) kein Leitungswasser zu trinken. Bei Messungen später am Samstag seien nur noch Spuren von Benzol in zwei Bezirken entdeckt worden, hieß es.
Benzol wird als Lösungsmittel etwa bei der Herstellung von Plastik verwendet. Es ist krebserregend. Lanzhou ist bekannt für seine chemische Industrie und damit einhergehende Umweltverschmutzung.