Darauf weist der Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur (FvRH) im Zentralverband Gartenbau in Bonn hin. Pflanzen können in diesem Zusammenhang das Raumklima verbessern: Nicht nur, weil sie Sauerstoff produzieren, Schadstoffe binden und die Luftfeuchtigkeit verbessern. Vor allem können sie auch den Energiefluss in den Räumen so leiten, dass er sich nirgendwo staut oder nutzlos verpufft.
Spitze und scharfe Kanten im Raum stoppen die Lebensenergie - an runden Formen gleitet das Chi entlang, so die Idee. Bewohner können deshalb Pflanzen zum Kaschieren von Ecken nutzen - etwa ein Einblatt in einem runden Gefäß. Vor Fenstern hindern Zimmerpflanzen den Energiestrom daran, den Raum zu verlassen. Die Raummitte hingegen bleibt besser frei von Pflanzen.
Großblättrige Pflanzen wie Aglaonema und rund wachsende Pflanzen wie Birkenfeige oder Kentiapalme sind für Feng-Shui-Anhänger besonders geeignet, da sie viel Energie ausstrahlen und Ruhe in den Raum bringen sollen. Bei Pflanzen mit Dornen, Stacheln oder spitz zulaufenden Blättern müssen Bewohner dagegen vorsichtig sein: An den Spitzen zerstäube die Energie unkontrolliert in alle Richtungen, heißt es. Wegschmeißen ist aber nicht nötig: Stattdessen könne man die Pflanzen auch so positionieren, dass die Spitzen zum Beispiel nicht direkt auf eine Sitzgelegenheit zeigen.