Bei der Firma Larsen Ferienhäuser, die zum dänischen Unternehmen DanCenter gehört, gebe es „keine Veränderung“, sagte Geschäftsführer Michael Symalla auf Anfrage. Stornierungen seien nicht vorgekommen. Nur einige Kunden hätten angerufen und sich nach der Staugefahr erkundigt. Auch bei Wolters Reisen hat man weder eine nachlassende noch eine verstärkte Nachfrage nach Urlaub in Dänemark bemerkt. Das Unternehmen Novasol hatte gemeldet, dass die Buchungen für Ferienhäuser in Dänemark in dieser Woche um mehr als zehn Prozent gestiegen seien, eine „außergewöhnliche plötzliche Steigerung“.
Auch Reservierungen für das kommende Jahr seien um mehr als 20 Prozent gestiegen, so Novasol. Die Kunden hätten zum Ausdruck gebracht, selbst entscheiden zu wollen, wo sie ihren Urlaub verbringen. Viele hätten in Leserbriefen Kritik geäußert am „Versuch, die Stimmung in Deutschland künstlich aufzuputschen“. Der hessische Europaminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hatte Touristen kürzlich wegen der Grenzkontrollen zu einem Urlaubsboykott von Dänemark aufgerufen.
Bei der Hamburger Ferienhausvermittlung Kröger und Rehn, die auch für Feriepartner Danmark arbeitet, den nach eigenen Angaben größten Zusammenschluss von selbstständigen, lokalen Ferienhaus-Vermietungsbüros in Dänemark, kann man ebenfalls keine Veränderungen bemerken. Nur einige Eltern hätten angerufen, die keine Pässe für ihre Kinder hatten und sich Sorgen wegen der Einreise machten, sagte eine Mitarbeiterin. Stornierungen habe es nicht gegeben. Zwei Kunden allerdings hätten per Mail ihrem Ärger über die Kontrollen Luft gemacht: „Die schrieben, sie machen seit 40 Jahren Urlaub in Dänemark, aber jetzt - nie wieder“.