Die britische Tennisspielerin Francesca Jones ist bei einem Turnier in Kolumbiens Hauptstadt Bogota während des Matches kollabiert. Beim Stand von 3:5 im dritten Satz war die 24-Jährige gerade dabei, einen Aufschlag auszuführen, ehe sie zu Boden sank und aufgeben musste. Jones wurde direkt von einem medizinischen Team versorgt und mit einem Rollstuhl vom Platz gebracht.
Der Sieg ging an ihre Gegnerin Julia Riera aus Argentinien. Über Instagram gab Jones später Entwarnung. „Über Nacht haben wir mehrere Untersuchungen durchgeführt. Es scheint, als hätte mein Herz an diesem Tag etwas zu viel gearbeitet, aber glücklicherweise hatte das keine längerfristigen Auswirkungen“, schrieb Jones.
Seltener Gen-Defekt seit Geburt
Die Britin belegt derzeit Platz 129 in der Weltrangliste. Jones wurde mit der seltenen Erkrankung Ektrodaktylie-Ektodermal-Dysplasie-Syndrom geboren und hatte schon häufiger mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Sie hat aufgrund des Gen-Defekts an beiden Händen vier Finger und insgesamt sieben Zehen. Starke Krämpfe machten Jones immer wieder zu schaffen. Diesmal habe sie vor dem Kollaps keine Krämpfe gespürt, schrieb Jones.
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