Wintersport Eiskunstlauf: Deutschland droht Olympia-Fiasko im Einzel

Boston · Nikita Starostin scheidet im Kurzprogramm der Eiskunstlauf-WM aus. Deutschland hat damit weiter keinen Startplatz für die Einzellauf-Wettbewerbe bei Olympia in einem Jahr sicher.

Nikita Starostin hat die Qualifikation für die Kür verpasst.

Foto: Charles Krupa/AP/dpa

Olympia-Ticket in Gefahr, Kür verpasst: Nikita Starostin hat bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in den USA eine Enttäuschung erlebt. Der 22-Jährige belegte als einziger deutscher Teilnehmer im Einzel nach einem durchwachsenen Kurzprogramm mit 70,72 Punkten den 28. Platz. Die besten 24 Männer nehmen in Boston in der Nacht zum Sonntag deutscher Zeit (23.00 Uhr/Discovery+) an der Kür teil.

Superstar Ilia Malinin aus den USA läuft nach einem spektakulären Kurzprogramm der Goldmedaille entgegen. Der 20-Jährige führt mit 110,41 Zählern vor dem Japaner Yuma Kagiyama (107,09 Punkte) und Michail Schaidorow (94,77 Punkte) aus Kasachstan.

Der Deutschen Eislauf-Union (DEU) droht derweil durch das Ausscheiden von Starostin ein Fiasko für die beiden Einzellauf-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo in knapp zehn Monaten. Denn bei der WM werden Quotenplätze für Olympia vergeben.

Qualifikationswettbewerb in Peking als letzte Chance

Um einen dieser Plätze zu erreichen, hätte Starostin die Kür erreichen müssen. Als einzige Möglichkeit bleibt nun noch ein Qualifikationswettbewerb im September in Peking. Dort werden weitere fünf Startplätze vergeben.

Das ist auch die letzte Chance, dass sich eine deutsche Frau für den Einzelwettbewerb bei den Winterspielen qualifiziert. In Boston nimmt keine Läuferin teil, weil niemand die Startvoraussetzungen des Eislauf-Weltverbands Isu erfüllt hatte.

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(dpa)