Nachdem die SchweizerischeNationalbank (SNB) weitere Maßnahmen gegen den starken Franken ankündigte, legteder Franken kurioserweise zu. Händler verwiesen darauf, dass am Markt nochstärkere Maßnahmen erwartet worden seien.
Die SNB hatte am Mittwochvormittag angekündigt, die Liquidität amFranken-Geldmarkt abermals und deutlich zu erhöhen. Es ist bereits der dritteEingriff dieser Art in Folge. An den Devisenmärkten stellte sich jedoch nichtdie gewünschte Wirkung ein, im Gegenteil: Der Franken legte sowohl zum Euro alsauch zum Dollar zu, nachdem er am Morgen auf den tiefsten Stand seit Beginn derBörsenturbulenzen Anfang August gesunken war.
An den Märkten wird seit einigen Tagen über ein Kursziel der SNB oder gareine zeitweise Anbindung des Franken an den Euro spekuliert. Diese Erwartungenhabe die Notenbank enttäuscht, begründeten Händler die Marktreaktion. SeitBeginn der Schuldenkrise im Jahr 2010 hat der Franken zu vielen Währungen starkzugelegt, da er als "sicherer Hafen" gilt. Durch die Börsenturbulenzen AnfangAugust wurde der Höhenflug beschleunigt. Der starke Franken belastet zusehendsdie Wirtschaft des Alpenlandes.