In der Vergangenheit habe die hohe Ausbildungsquote des Handwerks dafür gesorgt, dass Fachkräfte in ausreichender Zahl zu Verfügung gestanden hätten, obwohl viele gut ausgebildete junge Leute auch in andere Wirtschaftsbereiche abgewandert seien. „Doch das Handwerk braucht wegen zurückgehender Ausbildungszahlen und des demografischen Wandels die von ihm ausgebildeten Fachkräfte selbst“, unterstrich Kentzler.
Laut einer Umfrage bei 14 000 Handwerksbetrieben geben rund 25 Prozent deshalb an, dass sie die Attraktivität ihrer Stellen durch überbetriebliche Bezahlung und freiwillige Sozialleistungen steigern wollten. Rund 28 Prozent der befragten Unternehmen haben vor, mit familienfreundlichen Maßnahmen junge Frauen stärker an die Betriebe zu binden. Genauso viele Betriebe setzten zur Fachkräftesicherung auf eine längere Beschäftigung älterer Mitarbeiter und qualifizierten sie bereits.