Um Währungseffekte bereinigt lag das Minus mit zwei Prozent im Rahmen der Planungen.
Hinter dem Modekonzern liegt ein Jahr des Umbaus. Boss war mit einer teuren Ladenexpansion und dem Versuch, die Marke Boss im Luxussegment zu etablieren, gescheitert. Auch die Krise in der Modebranche ging an dem Unternehmen nicht spurlos vorbei. Nach einer Gewinnwarnung Anfang 2016 wurde fast die komplette Führungsriege ausgewechselt, unprofitable Läden wurden geschlossen.
Die Ergebnissituation hat sich laut den vorläufigen Berechnungen allerdings noch nicht gebessert. Für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet der Konzern nun mit einem Minus am oberen Ende der Spanne von 17 bis 23 Prozent. Im Jahr 2015 lag das Ebitda bei 594 Millionen Euro.
Boss-Chef Mark Langer gab sich am Montag trotzdem optimistisch. In China sei die Trendwende geschafft, in Europa habe man sich im schwierigen Markt behauptet. „Wir sind zuversichtlich, damit auf einen nachhaltigen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren.“ Nach den bisherigen Planungen soll das allerdings erst 2018 gelingen. Seine komplette Bilanz legt Boss am 9. März vor.