Insektenreste am Wagen rauben vielen Autobesitzern im Sommer den letzten Nerv: Ist der Schmutz erst einmal eingetrocknet, geht er nur schwer wieder ab. Selbst nach einer gründlichen Wäsche bleiben oft noch Sprenkel zurück. Hans-Georg Marmit von der Sachverständigenorganisation KÜS hat einen Tipp, wie sich die hartnäckig haftenden Fliegenrückstände ganz ohne Chemie beseitigen lassen: „Zeitungsseiten mit Seifenwasser tränken, auf stark betroffene Stellen legen und diese damit einweichen.“ Danach lasse sich der Dreck in der Regel problemlos mit einem weichen Schwamm abwischen.
Im kleinen Stil helfen sich Motorradfahrer mit dieser material- und umweltschonenden Methode, um das Visier ihres Helms sauber zu bekommen. Marmit empfiehlt, das feuchte Papier nicht in der prallen Sonne auf den Wagen zu legen, weil es dann zu schnell antrocknet. Mit einer Bürste, einem harten Schwamm oder gar einem Schaber sollte man Fliegenresten auf keinen Fall zu Leibe rücken: Lackierte und verchromte Teile, Scheinwerfer und Scheiben könnten dabei verkratzen. Auch beim Einsatz chemischer Reiniger seien Lackschäden nicht auszuschließen.
Wer den Lack seines Autos regelmäßig pflegt, hat laut Marmit deutlich weniger Probleme mit Insektenresten: Auf einer gut versiegelten Oberfläche setze sich der Schmutz nicht so sehr fest.