Dies entspreche eigentlich nicht seinem Charakter. „Ich werde oft gefragt, warum ich schlecht drauf bin (...) Mein Gesicht scheint mürrisch zu wirken, was ich bedaure.“ Er lache gerne und sei schon als Schüler ein Spaßvogel gewesen.
Nur beim Texten gerate er „sehr schnell in eine düstere Ecke. Denn in diesem Gedankenbereich halte ich mich sehr viel lieber auf als im fröhlichen“, sagte Campino.
Gleichwohl findet er das Altern entspannend. „Mit Anfang 20 bin ich wesentlich aggressiver und oberflächlicher an Sachen rangegangen. Als Band wollten wir mit niemandem etwas zu tun haben, der nicht wie wir war“, sagte Campino, der Vater eines Sohnes ist. „Inzwischen habe ich verstanden, dass mich diese Schwarz-Weiß-Malerei nicht weiterbringt. Genauso wenig wie die ständige Suche nach Grenzerfahrung.“