Von 2900 Arbeitsplätzen deutschlandweit werden bis Ende 2017 mindestens 350 abgebaut, davon das Gros am Heimatstandort Krefeld, wo in der Gießerei bis zu 130 Jobs wegfallen werden.
Hinzu kommen Stellen in der Tochter Sico Maschinen- und Anlagebau sowie der Siempelkamp Maschinenfabrik. Wie viele Arbeitsstellen am Niederrhein genau betroffen sind, wollte Siempelkamp-Sprecher Hans Fechner nicht sagen.
Man wolle sämtliche arbeitsrechtlichen Mittel ausschöpfen, um einen sozialverträglichen Abbau zu gewährleisten. Aber: „Wenn das nicht funktioniert, wird es Entlassungen geben.“ Der Weg des Unternehmens ist derweil klar vorgezeichnet. Fechner bezeichnet die weitere „Internationalisierung“ als „The way of Siempelkamp“ und alternativlos.
Der Weltmarktführer in diversen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus habe lange am Standort Deutschland festgehalten, gerate aber aufgrund zu hoher Lohn- und Produktionskosten zunehmend unter Druck. „Wir müssen preiskampffähig bleiben.“ Und das will Siempelkamp in Zukunft durch verstärktes Engagement in China, Indien oder der Tschechei erreichen, auch nach Brasilien habe man seine Fühler ausgestreckt. Fechner beteuert: „Herz und Hirn des Unternehmens bleibe in Krefeld.“