Am Montagnachmittag übergaben fünf Vertreter der Bürgerinitiative „Lärmschutz K 12“ ihre Einwände gegen die Änderung des Flächennutzungsplans für das Baugebiet „Kempener Westen“. Denn dadurch fürchten die Anwohner einen erneuten Anstieg der Verkehrs- und Lärmbelastung, die sich ohnehin bereits „seit Jahrzehnten schleichend“ erhöhe.
Durch die Erschließung einiger Straßen in den vergangenen Jahren – Waldschlösschen, Peschbenden, Peschweg, Breslauer Straße und nun Heyerdrink – habe der Verkehr zugenommen. „Und insbesondere auf der Oedter Straße wird gerast“, so Hader. Weil die Strecke überwiegend gerade sei. An Tempo 50 halte sich kaum jemand.
Angsar Reichmann, Anwohner der Birkenallee, ergänzt, dass Lkw die Strecke vermehrt nutzen, weil es in Kempen eben keine Westumgehung gebe. „Und die muss nun mit dem neuen Baugebiet kommen“, sagt Reichmann. Diese Entwicklung habe die Stadt verschlafen. „Aber nun ein neues Gebiet mit 800 Wohneinheiten über bestehende Straßen zu erschließen, das kann nicht funktionieren.“
Gegenüber der Presse äußerten sich die Anwohner am Montag vor dem Rathaus. Danach gingen sie zu Bürgermeister Volker Rübo, um die Zettel mit 237 Unterschriften zu übergeben. Bei diesem Termin wollte der Bürgermeister die Presse nach Angaben der Anwohner nicht dabei haben. Das aktuelle Verkehrsgutachten zum „Kempener Westen“ war am Montagabend Thema im Planungsausschuss. Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe.