Und verfehlte ihre Wirkung nicht: Erst schmunzelten die Gäste des Wuppertaler Tanztheaters, danach staunten sie — weil Mercy Schnarchgeräusche so geschickt und fließend imitiert, dass es wie sanfte Musik klingt.
Überhaupt: „Ten Chi“ berührt durch einen ruhigen Szenenfluss, atemberaubende Soli und viele poetische Momente. Das Pina-Bausch-Stück, das vor acht Jahren im Schauspielhaus Uraufführung feierte und nun erstmals als Aufführungsserie im Opernhaus zu erleben war, ist eine Hommage an Japan. Dafür gab es stehende Ovationen, Bravo-Rufe und ein euphorisches Pfeifkonzert. Keine Frage: Die Zuschauer, darunter Tatjana Cragg, Ehefrau von Bildhauer Tony Cragg, feierten „ihr“ Ensemble laut und begeistert.