In der Ejadon-Box-Arena besiegte sie bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften zunächst im Halbfinale Dragana Pozdorovic vom BC Fürstenfeldbruck souverän mit 3:0-Richterstimmen und traf im Finale auf ihre Erz-Rivalin, die zwei Jahre jüngere Azize Nimani (BC Colonia Köln).
Gegen diese hatte sie vor einem Jahr nach vorhergehendem „Nervenkrieg“ den Ausscheidungskampf um die Olympia-Qualifikation knapp verloren. Beim Girls-Cup in Hamburg hatte die Deutsch-Türkin vom ASV die gebürtige Kosovarin in diesem Jahr dagegen besiegt. Yilmaz begann aber abwartend gegen die eckige, maskulin boxende Kölnerin. 38:38 lautet das Punktekonto nach der ersten Runde.
In der zweiten hatte die technisch versierte Wuppertaler Sportstudentin, die mit 64 Kämpfen über die größte Ringerfahrung in ihrer Gewichtsklasse verfügt, dann Vorteile. 39:37 rechneten die „Buchhalter“ am Ring aus, und mit dem gleichen Ergebnis wurde auch die dritte Runde beendet. Die Freude bei Punktsiegerin Pinar Yilmaz war anschließend riesig, wie der ASV-Vorsitzende Harald Nowoczin nach einem Telefonat mit ihr schilderte. Zwar war es einschließlich der Junioren-Titel der insgesamt sechste nationale Erfolg für Pinar Yilmaz, doch der Sieg über Nimani hat für sie einen besonderen Stellenwert. fwb