„Obwohl er wusste, dass das Kind regelmäßig Nahrung brauchte, überließ er den Säugling seinem Schicksal“, sagte der Staatsanwalt beim Prozessauftakt am Wuppertaler Landgericht.
Nachbarn hatten im vergangenen Mai die kläglichen Schreie des Kindes nicht mehr ertragen und die Polizei alarmiert. Die Feuerwehr brach schließlich die Wohnungstür auf. Bis zu 24 Stunden soll das Baby unversorgt in der Nähe seiner toten Mutter gelegen haben.
Zwischen der Mutter und dem Angeklagten soll es einen Streit gegeben haben, als sie Kontakt zum Vater des Kindes aufnehmen wollte. Das habe dem 21-Jährigen missfallen, weil er Interesse an der Frau gehabt habe, so der Staatsanwalt. Er habe den qualvollen Tod des Kindes in Kauf genommen. Das Gericht hat für den Fall sieben Verhandlungstage angesetzt. dpa