Das Opfer konnte sich trotz der Wunde aus der Wohnung befreien. Durch eine Notoperation wurde die Frau gerettet. Als sie ins Krankenhaus kam, hatte sie noch drei Promille Alkohol im Blut. Nach dem unbekannten Mann war monatelang vergeblich gesucht worden. Erst ein Vierteljahr später begegneten sich die Frau und der Angeklagte - und zwar zufällig am Remscheider Bahnhof. In der Wohnung des Mannes wurden Spuren ihres Blutes entdeckt.
Vor dem Landgericht sagten Opfer und Angeklagter am ersten Verhandlungstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Der Vorsitzende Richter machte dem Angeklagten deutlich, er habe im Fall einer Verurteilung mit einer harten Freiheitsstrafe zu rechnen. Zu den Vorwürfen gehören Vergewaltigung in besonders schwerem Fall und gefährliche Körperverletzung.