In Elberfeld geboren und aufgewachsen, hatte Klara Hein zwei Schwestern und einen Bruder.
Ihre Ehe blieb kinderlos, Mann und Geschwister sind verstorben. Heute hat sie lediglich noch eine Nichte, die bei Bremen wohnt und sich regelmäßig telefonisch meldet. Verzagtheit hat dennoch keinen Platz in Klara Heins Leben. Sie freut sich über die vielen Kontakte und Angebote im Heim, nimmt am Singen, an der Gymnastik, an Konzerten, der Kochgruppe und dem Gedächtnistraining teil. "Die Lieder kennt sie alle auswendig", weiß das Pflegeteam.
Derweil sind die Erinnerungen an das lange Leben verblasst. Gearbeitet habe sie in der Konfektion. Wie lange? "Bis zum Schluss", sagt sie und fügt hinzu: "Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich so lange lebe." Ihrem Mann war das nicht vergönnt, er starb nach mehreren Schlaganfällen. Daran dürfe sie gar nicht denken, sagt Klara Hein, die ihn bis zu seinem Tod pflegte.