Köln. So haben sich die rund 200Passagiere ihren Flug in den Weihnachtsurlaub nicht vorgestellt: Beim Start einer Boeing 737 von der großen Landebahn des Flughafens Köln/Bonn in Richtung Antalya schrammte der Flieger am Samstagabend über den Asphalt und setzte mit dem Heck kurz auf.
Nach zehn Minuten kehrte die Passagiermaschine der türkischen Airline Pegasus zum Flughafen zurück. Auf dem Rollfeld wartete bei der Ankunft ein Großaufgebot von Feuerwehr und Bundespolizei. Doch eingreifen mussten die Kräfte nicht. Die sogenannte "Sicherheitslandung" verlief nach Polizeiangaben problemlos. Verletzte habe es keine gegeben. Erst nach sechs Stunden ging es für die Urlauber dann weiter.
Bei dem missglückten Start wurde das Heckrad-Fahrwerk des Fliegers beschädigt und musste nach der Landung repariert werden. Verschiedene Experten, darunter auch das Luftfahrtbundesamt, begutachteten das Heck danach und gaben schließlich gegen Mitternacht ihr Einverständnis für einen erneuten Start.
Die Kölner Polizei berichtete, dass verschiedene Fluggäste sich weigerten, erneut in die Boeing einzusteigen. "Sie wollten mit dem Piloten nicht mehr fliegen", sagte Polizeisprecher Christoph Gilles.
Tatsächlich blieben mehrere Passagiere nach dem Zwischenfall lieber auf dem Boden, statt nach Antalya zu fliegen. Wie viele Menschen nicht mehr mitfliegen wollten, blieb am Montag unklar. Wie ein Flughafensprecher sagte, waren ursprünglich 188Passagiere und sechs Crewmitglieder an Bord.
Warum die Maschine beim Start aufsetzte, ist noch nicht abschließend geklärt. Polizeisprecher Gilles berichtete, dass der Pilot den Flieger beim Abheben "überrissen" habe. Die weiteren Ermittlungen habe nun das Bundesamt für Luftsicherheit übernommen.