Giscard d’Estaing war bis zum Beginn der 80er Jahre an der Macht und schrieb nun über eine Romanze, die so klingt, als ob er sie erlebt habe: "Die Prinzessin und der Präsident" beschreibt die Liebe zwischen einem französischen Staatschef und einer walisischen Prinzessin, die sich bei einem Diner begegnen. Als er seinen Stuhl zurückgeschoben habe, habe sie ihm "einen Seitenblick" zugeworfen, schreibt der Held in Ich-Form. Ihr Blick aus "schiefergrauen Augen" traf ihn, als er ihre Hand küsste. "Mein Herz zitterte vor Glück."
In Frankreich erregt der Roman vorab Aufsehen, weil der Altpräsident Orte, Personen und Äußerungen so genau beschreibt, dass die Geschichte sich echt anhört. "Zwei Wochen vor meiner Hochzeit hat mein künftiger Mann mir gesagt, dass er eine Geliebte hat", lässt der Altpräsident die Prinzessin sagen - wer würde da nicht an Prinz Charles und Camilla denken?