Es sei davon auszugehen, dass seit der Zählung im Jahr 2010/2011 weitere Tiere ums Leben gekommen seien. „Es gibt weniger als 20 fortpflanzungsfähige Weibchen“, erklärte Nabu-Vizepräsident Thomas Tennhardt.
Maui-Delfine sind eine Unterart des ebenfalls gefährdeten Hector-Delfins. Sie leben ausschließlich in den flachen Küstengewässern der westlichen Nordinsel Neuseelands. Nach Angaben der Naturschützer vermehren sie sich sehr langsam. So brauchen Weibchen sechs bis neun Jahre zur Geschlechtsreife und bekommen nur alle zwei bis vier Jahre Junge.
Seit in den 1970er Jahren Nylon-Kiemennetze eingeführt wurden, in denen sich die Tiere als Beifang verheddern, sei der Bestand um mehr als 90 Prozent gesunken, erklärte der Nabu. Die neuseeländische Regierung erwäge, die Schutzgebiete zu erweitern, stoße aber auf großen Widerstand der Fischereiindustrie.