Im Jahresvergleich waren dies 2,9 Prozent weniger, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch aufgrund vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Gegenüber dem zweiten Quartal verringerte sich der Schuldenstand um 0,3 Prozent.
Bei den Bundesländern fiel der Abbau der Schulden mit 3,8 Prozent auf 590,0 Milliarden Euro am stärksten aus. Hohe Rückgänge meldeten Sachsen (-16,3 Prozent), Bayern (-16,0), Hessen (-13,3) und Mecklenburg-Vorpommern (-9,2). Die höchsten Zuwächse verzeichneten Thüringen (+4,3) und Hamburg (+2,1).
Der Bund reduzierte seinen Schuldenberg im dritten Quartal um 2,4 Prozent auf 1243,4 Milliarden Euro. Die aufgenommenen Kredite wurden um 20,6 Milliarden Euro (-30,0 Prozent) abgebaut, die Wertpapierschulden um 26,0 Milliarden Euro (-2,2). Die Kassenkredite stiegen dagegen um 16,3 Milliarden Euro (+209,6) an.
Die Kommunen konnten in allen Ländern bis auf Baden-Württemberg (+2,5 Prozent) und Schleswig-Holstein (+1,9) ihre Schulden reduzieren. Besonders hoch waren die Rückgänge in Sachsen (-8,2) und Sachsen-Anhalt (-6,4). Die Sozialversicherung war Ende September mit 440 Millionen Euro verschuldet - ein Rückgang von fast zehn Prozent.