Darauf verständigten sich die Fachpolitiker von Union und SPD auf Basis eines Bundesrats-Vorstoßes. Zuerst berichtete die „Nordwest-Zeitung“ darüber. Bisher stehen auf Renn-Teilnahmen 400 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.
Angestrebt wird, die Verschärfungen noch bis zur Bundestagswahl im Herbst zu verabschieden. Voraussichtlich an diesem Donnerstag sollen die Pläne ins Parlament eingebracht werden. Ergänzend sollen generell auch Rasern bis zu zwei Jahre Haft drohen, die das erlaubte Tempo „erheblich, grob verkehrswidrig und rücksichtlos“ überschreiten.
Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, sagte, illegale Rennen sollten endlich strafbar werden, auch wenn glücklicherweise niemand verletzt werde. Es handele sich um „eine massive Gefährdung unschuldiger Verkehrsteilnehmer“.
Unions-Verkehrsexperte Ulrich Lange (CSU) sagte, wer Menschenleben gefährde, „zum Beispiel um sein idiotisches Tun im Internet zur Schau zu stellen, handelt so verwerflich wie derjenige, der Menschenleben gefährdet, weil er sich mit anderen ein Rennen liefert“.