In Freiburg waren es 400 Protestierende.
In Berlin zogen die Demonstranten am späten Nachmittag durch Kreuzberg und Neukölln. In Hamburg kritisierten die Veranstalter unter dem Motto „Schlaflos in Hamburg! Mietenwahnsinn stoppen“, dass immer weniger Menschen die steigenden Mieten bezahlen könnten. Besonders betroffen seien Auszubildende, Studenten, Arbeitslose oder sozial Benachteiligte.
In Berlin und Hamburg hätten SPD-geführte Senate sogenannte Mietenbündnisse mit der Immobilienwirtschaft geschlossen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Gruppen. Sie werfen Politikern auf Landes- und Bundesebene „unsoziale Wohnungspolitik“ vor.
Die Protestbewegung will, dass eine gesetzlich festgelegte Mietobergrenze bei allen Neuvermietungen festgelegt werden soll. Zudem treten die Beteiligten dafür ein, dass die Besetzung leerstehender Gebäude entkriminalisiert wird. In Freiburg forderte die Organisation „Recht auf Stadt - Freiburg“ eine Halbierung der Mieten.
Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zahlen momentan Mieter in Hamburg und München am meisten. In vielen deutschen Großstädten sollen der DIW-Untersuchung zufolge die Mieten im nächsten Jahr weiter zulegen.