Zecken mögen am liebsten Stellen, an denen die Haut dünn ist. Halter sollten einige Zeit nach dem Gassigehen deshalb besonders gründlich Ohrränder, Ohrmuscheln, Augenlider und die Schnauze untersuchen. Darauf weist Prof. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK) hin. So haben Besitzer die Chance, den Parasiten zu erwischen, bevor er mit dem Blutsaugen beginnt.
Zecken geben durch den Speichel Krankheitserreger an das Tier ab und können Hunde mit Borreliose oder Babesiose infizieren. Am besten benutzen Besitzer zum Entfernen eine spezielle Zange. Haben sie die nicht zur Hand, können sie die Finger nehmen. Dafür fassen sie die Zecke so dicht wie möglich an der Einstichstelle an, ohne sie zu zerquetschen. Auf keinen Fall sollte Nagellack oder Öl auf die Einstichstelle geträufelt werden. Dies begünstigt die Übertragung von Erregern sogar, weil die Zecke durch den Stress ihren Mageninhalt in die Wunde entleert.