Der Professor erklärt Laien seelenruhig komplizierte Prozesse, spricht von Bakterien, die andere in Schach halten, Giftcocktails und Keimen, die sich perfekt tarnen.
In Münster betreibt er das Labor mit dem unaussprechlichen Namen Konsiliarlabor für Hämolytisch-Urämisches Syndrom. In dem Trubel dieser Tage wirkt der Workaholic etwas müde. Und selbst er — auch im internationalen Vergleich einer der Besten auf seinem Gebiet — räumt bei diesem Erreger ein: „Mir ist das sehr unheimlich.“
Dabei forscht der heute 57-Jährige schon seit der Entdeckung von Ehec an dem Keim. Damals war der Mikrobiologe gerade einmal 27 Jahre alt, aber schon promoviert. Später wurde er in Hamburg habilitiert, lehrte in Würzburg. Heute ist er Direktor des Instituts für Hygiene an der Uniklinik Münster. Dort will er bleiben. „Ich habe hier das beste Umfeld.“ dpa