Bach weihte mit einer Schweigeminute einen Ort der Trauer ein. Einen solchen Ort des Gedenkens zu schaffen, hatte sich das Internationale Olympische Komitee im vergangenen Jahr vorgenommen.
Zwei Witwen, Ankie Spitzer und Ilana Romano, sowie Mitglieder der israelischen Mannschaft und die Spitze des IOC kamen zusammen. Bach sagte, der Anschlag habe sich nicht nur gegen die Olympia-Teilnehmer gerichtet, sondern auch gegen die Werte, für die ein olympisches Dorf stehe.
Die israelischen Opfer-Familien hatten das Internationale Olympische Komitee (IOC) jahrelang gebeten, dem Verlust ihrer Angehörigen auf besondere Weise zu gedenken. Spitzer sagte: „Wir haben 44 Jahre auf dieses Andenken und diese Anerkennung unsere Liebsten gewartet. Das bringt nun etwas zu Ende.“
Das israelische IOC-Mitglied Alex Gilady zeigte sich von der Zeremonie tief berührt, wie er seinen Kollegen berichtete. Auf der Session, der Hauptversammlung der IOC-Mitglieder, sagte er, dass jedes Mal eine dunkle Wolke für die Angehörigen der München-Opfer aufgezogen sei, wenn eine Eröffnungsfeier nahe gekommen sei. Der Ort der Trauer helfe nun, den Schmerz zu lindern.
Mitglieder der Terrororganisation „Schwarzer September“ - einer Untergruppe der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) - hatten am 5. September 1972 die Israelis in ihren Unterkünften als Geiseln genommen. Sie wollten Gefangene in Israel freipressen.