Dies warnte Draghi am Mittwoch bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin. Die Europäische Zentralbank (EZB) rechne in diesem Jahr mit einer Teuerungsrate von durchschnittlich 2,5 Prozent. Die Inflation werde vor allem durch höhere Energie- und Rohstoffpreise angeheizt.
Draghi betonte, die hohe Staatsverschuldung im Euro-Raum müsse in den Griff bekommen werden. Erfreulich sei, dass die Banken sich nach der Lehman-Brothers-Krise stabilisiert hätten. „Das Finanzsystem befindet sich in einem Erholungsprozess“, sagte Draghi.
Der Italiener soll im Herbst als Nachfolger von Jean-Claude Trichet neuer Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) werden. Ende Juni soll seine Kandidatur auf einem EU-Gipfel endgültig besiegelt werden.