Undichter Laster sorgt für Großeinsatz an der A57 Chemieeinsatz auf Raststätten-Gelände

Krefeld · Ein undichter Laster mit Schreddermaterial hat am Mittwochabend einen Großeinsatz der Feuerwehr an der A57 ausgelöst. Das Fahrzeug wurde zur Sicherung auf das Krefelder GSAK-Gelände gebracht.

Mit Chemieanzügen inspizieren Feuerwehrleute den Laster auf dem Raststättengelände.

Foto: NSN Krefeld

Ein niederländischer Lastwagen hat am Mittwochabend an der Raststätte Geismühle für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. An dem Auflieger des Fahrzeugs war offenbar bei seinem Weg über die A57 an mehreren Stellen Flüssigkeit ausgetreten. Die alarmierte Feuerwehr aus Meerbusch sperrte die Zufahrt zur Raststätte und schirmten den LKW weiträumig ab, weil erst nicht bekannt war, um welche Flüssigkeit es sich handelte. Einsatzkräfte der Feuerwehr erkundeten in Chemikalienschutzanzügen den Bereich. Weitere Recherchen ergaben, dass der Auflieger mit Industriemüll und einem Lösungsmittel beladen war. Da er vor Ort nicht geöffnet werden konnte, wurde der Laster unter Begleitschutz der Feuerwehr zum Wertstoffhof der Krefelder Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (GSAK) gefahren.

Wie ein Sprecher der GSAK auf Anfrage der WZ erklärte, habe es sich bei der Flüssigkeit um „gespülte Schreddermaterialien“ gehandelt. „Der Austritt der Flüssigkeit war sehr gering und es bestand keine direkte Gefährdung. Das Fahrzeug wurde dann nach Rücksprache mit dem Kreisbrandmeister unter Begleitung von Feuerwehr und Polizei auf das Gelände der GSAK gebracht und der Auflieger auf eine reißfeste Folie gesetzt, die bis zum Ladungsboden hochgezogen wurde“, hieß es weiter. Unklarheit herrschte am Mittag noch darüber, wie der Transport weiter geführt werden sollte. „Bis zur Entscheidung über das weitere Vorgehen durch Polizei und Feuerwehr verbleibt der Auflieger bei uns auf dem GSAK-Gelände.“

Im Einsatz waren mehrere dutzend Einsatzkräfte von sechs Löschzügen, dem Rettungsdienst und der Autobahnpolizei. hmn