Gemüse wie Kürbisse, Gurken oder Zucchini aus Gärten in dem Bereich sollten nicht gegessen werden; dasselber gelte für Eier von dort lebenden Hühnern. Betroffen von den Vorsichtsmaßnahmen sind nach Angaben der Kreisverwaltung von Montag schätzungsweise 600 Menschen.
Die Schadstoffbelastung war nach Angaben der Kreisverwaltung in Heuproben von Grünlandflächen in einem früheren Überschwemmungsgebiet der Inde aufgefallen. Das Flüsschen sei vermutlich über 100 Jahre mit Schadstoffen aus Industrie und Bergbau belastet gewesen, wie der Leiter des Umweltamtes Ralf Kreischer sagte. Das belastete Sediment habe sich wahrscheinlich bei Überschwemmungen dort abgesetzt, bis die Inde 1960 eingedeicht und dann auf dem Areal gebaut wurde. Zuvor hatten andere Medien über die Warnung berichtet.
Ob und wie stark die Hausgärten belastet sind, sollen weitere Bodenproben nach den Schulferien zeigen. „Die Leute sind verunsichert“, gab Kreischer seinen Eindruck nach einer Bürgerversammlung wieder.