(biro) Seit dem 1. April sind zwei Plätze im Referat für Umwelt und Klimaschutz bei der Kempener Stadtverwaltung verwaist. Michael Lomanns, der 2022 kam und die Leitung des Referats von Heinz Puster übernahm, als dieser in Altersteilzeit ging, hat eine neue Stelle gefunden und die Stadtverwaltung verlassen. Auch Florian Gellen, der im Oktober 2023 als Klimaschutzmanager zum städtischen Team stieß, ist weg. Damit sind jetzt statt vier nur noch zwei Mitarbeitende im Referat für Umwelt und Klimaschutz tätig, um Themen wie Klimaschutz und Mobilität voranzubringen: Klimaschutzmanagerin Dorothee Ströh und Mobilitätsmanagerin Christina Möhring.
Zu den Aufgaben des Referats gehören der Boden- und Grundwasserschutz, das Umweltmanagement und die Umweltfürsorge, Umweltverträglichkeitsprüfungen, der Klimaschutz und die Radverkehrskoordination. Viele Themen, die die Stadt beschäftigen, wie auch die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept, das der Stadtrat 2022 beschloss. Doch mit der Hälfte der Besetzung werden sich Umwelt- und Klimaprojekte kaum schneller umsetzen lassen. Das weiß auch Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos). Man werde versuchen, gemeinsam mit der Politik eine Lösung zu finden, kündigte Dellmans im Gespräch mit der Redaktion an. Denn jetzt seien nur noch zwei im Klimareferat, „klar, dass auf beide eine massive Arbeitsbelastung zukommt“. Unter anderem müsse die kommunale Wärmeplanung begleitet werden.
Die Stelle von Florian Gellen wieder zu besetzen, dürfte nicht gelingen. Seine Stelle wurde vom Land gefördert, damit wäre es ohnehin in einigen Monaten vorbei gewesen. Dass sich jemand findet, der für ein paar Monate Klimaschutzmanager in Kempen werden möchte, glaubt Dellmans nicht. Hinzu kommt: Seit 1. April gilt für die finanziell klamme Stadt eine verschärfte vorläufige Haushaltsführung, Stellen dürfen nur im Ausnahmefall neu besetzt werden – und dem muss der Rat zustimmen. Entsprechend hofft Dellmans, dass es gelingt, wenigstens für Lomanns einen Nachfolger zu finden.