Dort können er und seine Kollegin Sabine Richterich ihren „Schülern“ in einem Kellerraum bei Fragen rund um Computer helfen. Und das Angebot wurde vor der Pandemie gut angenommen – Schleberger hofft deshalb, dass das Virus mit den Impfungen demnächst soweit abgedämpft wird, dass er seine Kurse wieder anbieten kann.
Schleberger beantwortet dringende Fragen auch am Telefon
Diese finden immer mittwochs und donnerstags statt, an beiden Tagen kamen in Kaarst insgesamt rund 100 Senioren, in Büttgen sind es nun an die 70. Los geht es um 9 Uhr, den ganzen Tag über kommen verschiedene Gruppen, die jeweils rund 75 bis 90 Minuten Unterricht bekommen. Manche Teilnehmer kommen seit sechs oder sieben Jahren. In den Kursen wird auf die Wünsche der Teilnehmer eingegangen – oder Schleberger denkt sich Themen aus, beispielsweise, wie man Updates führt. Oder er führt seine Schüler in die Bildbearbeitung ein. Die Senioren müssen einen Monatsbeitrag von 20 Euro an die evangelische Kirche als Veranstalter zahlen.
Schleberger selbst ist Vorsitzender der Kaarster Senioren-Initiative. „Die Computer-Schule ist ein Teil meines Lebens geworden“, sagt er. Nach dem Umzug nach Büttgen musste die Schule nach drei Monaten schließen, weil die Abstände in dem neuen Raum nicht eingehalten werden konnten und die Teilnehmer ihre mitgebrachten Geräte desinfizieren mussten. „Wir haben beschlossen, das während der Corona-Zeit ruhen zu lassen“, sagt er. Den Kontakt zu seinen Schülern hält Schleberger aber trotz Corona und beantwortet dringende Fragen auch am Telefon.