Die Unerbittlichen „fackeln nicht lange“

Die Gruppe des Carl-Duisberg-Gymnasiums zeigt einen Mix aus Satire und Klamauk.

Wuppertal. In diesem Jahr präsentiert die Kabarettgruppe "Die Unerbittlichen" des Carl-Duisberg-Gymnasiums im Fetenraum der Schule ihr nunmehr 23. Programm "Wir fackeln nicht lange". Den Schülern unter der Leitung des inzwischen pensionierten Lehrers Wolfgang Diepenthal gelingt eine amüsante Mixtur aus politischer Satire und Klamauk.

Während sich einerseits Donald und Daisy Duck zum Paar-Interview einfinden, betrunkene Teletubbies ihre Homosexualität verleugnen und Pumuckl auf sein Recht auf eine Koboldliebhaberin pocht, nimmt man andererseits das wilde Streben der Parteienlandschaft nach der politischen Mitte aufs Korn. Bei den Unerbittlichen treffen pointensichere Politanalysen auf charmante und publikumswirksame Blödelnummern.

Dem Ensemble merkt man die Freude am Spielen an, auch wenn sich bisweilen ein paar Textunsicherheiten einschleichen, die aber meist gekonnt überspielt oder bestenfalls gar in die Nummern integriert werden. Ein besonderes Lob gilt dem heißesten Goldkandidaten für Schauspielkunst: Der gerademal 16-jährige Andreas Engelmann spielt seine Rollen mit beeindruckender Körpersprache und voller Inbrunst, so dass manch ein anderer Unerbittlicher im Vergleich ein wenig blass erscheint.

Vor allem in der Kombination mit Florian Lück als alltagsanalysierenden Kneipenproleten erobern die beiden im Nu die Lachmuskeln der Zuschauer. Erwähnenswert auch Julia Schlagowski, die beängstigend gut die Mimik der Bundeskanzlerin beherrscht und die Fähigkeit, ihre Mundwinkel bis zum Kinn zu ziehen, studiert haben dürfte. Die Unerbittlichen fackeln im 22. Jahr seit ihrer Gründung 1986 tatsächlich nicht lange, treten mit grenzenlosem Mut zur Hässlichkeit auf die Bühne und begeistern ein nach Zugabe johlendes Publikum ohne größere Schwierigkeiten.

Am Mittwoch, 20. August, findet um 19.30 Uhr die letzte Vorstellung an der Max-Planck-Str. 10 statt. Kartenreservierung unter 563-6256.