Matthias Schramm, der im Dezember dieses Jahres 35 Jahre alt wird und deshalb schon in dieser Alters-Kategorie mitspielen darf, war bis ins Finale vorgedrungen und traf dabei auf seinen früheren Doppel-Partner Holger Zühlsdorf-Pavlovic (Grün-Weiss Ratingen). Zühlsdorf-Pavlovic ging schnell 5:2 in Führung, ehe Matthias Schramm sich mit Zähigkeit und seinem erheblichen technischen Können heran kämpfte und beim 6:6 den Tiebreak erzwang.
Und der wurde dramatisch und endete nach 75 Minuten mit einem 13:11 für Schramm.
Im zweiten Satz dann ein Eklat: Zühlsdorf-Pavlovic, der bisweilen schon durch irrationale Handlungen aufgefallen war, packte beim 1:1 seinen Schläger in die Tasche und gab auf. „Unverständlich“, so Matthias Schramm, der lieber mit einem Zwei-Satzsieg deutscher Meister geworden wäre. Zühlsdorf- Pavlovic hatte übrigens im Halbfinale Andrew Lux (Blau-Weiss Elberfeld) mit 6:3 und 6:1 besiegt.
Im Doppel zeigten sich Schramm und Lux einmal mehr als Erfolgs-Duo und besiegten im Endspiel den Vereinskameraden Jörn Harmus, der sich mit Henrik Müller-Frerich (Dortmund) zusammen getan hatte — erst glatt 6:0, dann aber denkbar knapp 7:5.