Stadtwerke erhöhen den Gaspreis

Anstieg beträgt im Schnitt gut acht Prozent.

Wuppertal. Bereits im Mai hatten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) diesen Schritt angekündigt - jetzt machen sie ihn wahr: Am Mittwoch meldeten die WSW, zum 1. September den Gaspreis für private und gewerbliche Kunden anzuheben. Durchschnittlich soll die Erhöhung laut Angaben 8,1 Prozent betragen. Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahres-Gasverbrauch von 15 000 Kilowattstunden bedeute das Mehrkosten von 84 Euro pro Jahr.

Die Erhöhung begründen die Stadtwerke mit dem derzeit hohen Rohölpreis und den politischen Unsicherheiten im arabischen Raum - diese hätten zu steigenden Großhandelspreisen bei Gas geführt, welche die Stadtwerke nun an die Kunden weitergeben müssten. Tatsächlich ist der Gaspreis nach wie vor bei den meisten Lieferanten an den Ölpreis gekoppelt, reagiert auf diesen aber mit Verzögerung.

Nachdem der Ölpreis im März einen Höchststand von etwa 125 Dollar pro Barrel erreichte, kündigten in den vergangenen Wochen gut 70 deutsche Gasversorger Preiserhöhungen an. Immerhin: Nach Ermittlungen der Verbraucherportale Check24 und Toptarif erhöhen die Versorger im Schnitt um zehn Prozent - mehr als die WSW.

Zudem versprechen die Stadtwerke, den Gaspreis ab September ein Jahr lang stabil zu halten. Diese Preisgarantie könnte sich tatsächlich für die Kunden rechnen - wenn der Ölpreis bis 2012 weiter steigt. Am Mittwoch meldete die Internationale Energieagentur IEA, genau davon sei angesichts des weltweiten Wirtschaftswachstums auszugehen.