Obama setzt mit der Entscheidung eine amerikanische Tradition fort: Wer während des Wahlkampfs viel Geld für einen Präsidentschaftskandidaten sammelt, der darf mit einem prominenten Botschafterposten rechnen.
Mit seinem neuen Umfeld ist der vierfache Vater Murphy bestens vertraut. Schließlich war er Mitte der 90er Jahre Leiter der deutschen Niederlassung des Wertpapierhauses Goldman Sachs, für das er 23 Jahre lang gearbeitet hatte. 2006 zog sich der Demokrat aus der Investmentwelt zurück, um sich politischen Ambitionen zuzuwenden.
Zu Deutschland unterhält der Multimillionär hervorragende Kontakte. Besonders groß ist Murphys Vorfreude auf den deutschen Fußball. Er war lange Zeit Vorstandsmitglied im US-Fußballverband.