Zudem bietet es bereits ausgereisten DDR-Bürgern die Rückkehr an. "Republikflucht" ist eine Straftat. Geflüchtete DDR-Bürger müssen bisher damit rechnen, zu hohen Haftstrafen verurteilt zu werden, wenn die DDR ihrer habhaft wird. Vieles deutet nun darauf hin, dass die DDR-Führung auch mit einem liberaleren Reisegesetz auf den Druck der Fluchtwilligen reagieren will.
Derweil nimmt die Bundesregierung erstmals offen Kontakt zu den Reformkräften in der SED auf. Der FDP-Politiker Wolfgang Mischnick trifft den Dresdner SED-Chef Hans Modrow, der als einer der ersten den Dialog mit Bürgerrechtlern aufgenommen hatte. In Dresden demonstrieren am Abend rund 50.000 Menschen für freie Wahlen.