Schulz habe den Parteivorsitz in einer schwierigen Situation übernommen und die Last dreier verlorener Landtagswahlen zu tragen gehabt, sagte die Vize-Parteichefin dem Berliner „Tagesspiegel“.
„Und deshalb wäre es auch für die SPD zu einfach zu sagen: Er trägt Schuld und jetzt ist alles wieder gut“, sagte Schwesig. Sie wies Kritiker wie Hamburgs ehemaligen Bürgermeister Klaus von Dohnanyi zurecht. „Es hilft in einem solchen Moment nichts, wenn Entscheidungen der Partei immer wieder durch Bemerkungen von der Seitenlinie begleitet werden.“ Die SPD müsse sich nun die Zeit nehmen, die Niederlage „gründlich, schonungslos und selbstkritisch“ aufzuarbeiten.