Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus der CSU-Parteizentrale ist dies eine von mehreren strategischen Überlegungen mit Blick auf die Position der Partei nach der Bundestagswahl 2017, „die aber nicht so kommen muss“.
Für die Variante spreche, dass damit der Einfluss der CSU in Berlin größer werde. „In der Spätphase einer Kanzlerschaft ist ein Korrektiv sehr wichtig“, hieß es weiter aus Parteikreisen. Als potenzielle Kandidaten werden dabei immer wieder Finanzminister Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann genannt. Während Söder einen Wechsel nach Berlin zuletzt aber auch öffentlich ausgeschlossen hat, ist von Herrmann keine Aussage bekannt.
Wer in diesem Falle das Amt innehaben wird, ist aber völlig offen. Denkbar ist sowohl, dass Seehofer selbst im Herbst 2017 für den Bundestag antritt, als auch, dass er den Parteivorsitz noch vor der Wahl freiwillig an einen anderen Spitzenkandidaten abgibt. Die Personalspekulationen um den CSU-Spitzenposten in der Zeit nach Seehofer machen seit Wochen in München die Runde.