„Die Aussagen von Kardinal Marx verwundern sehr. Vor drei Jahren plädierte er noch öffentlich für den Verbleib der Kreuze in Schulen und Gerichtssälen“, sagte die Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt dem „Handelsblatt“. Niemand könne leugnen, „dass unser Heimatland christlich-jüdisch geprägt ist“.
Marx hatte zuvor der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt, durch Söders Vorstoß seien „Spaltung und Unruhe“ entstanden. Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden.
Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach stellte sich ebenfalls auf die Seite des Ministerpräsidenten. Das Kreuz sei „ein wichtiges religiöses und kulturelles Symbol“, sagte er der Zeitung.
Das bayerische Kabinett hatte beschlossen, dass im Eingangsbereich jeder Behörde des Freistaats ein Kreuz aufgehängt werden soll.