Dies geht aus einem internen Schreiben der Sicherheitsbehörden hervor, welches dem WDR-Magazin WESTPOL vorliegt: "Eine fehlerfreie Bereitstellung der Fingerabdruck-Daten in allen relevanten Systemen ist nicht möglich", heißt es dort wörtlich.
Oliver Huth vom Bund Deutscher Kriminalbeamter sieht darin auch eine Gefahr im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus: "Wir können festgestellte Terroristen und das biometrisch gesammelte Material nicht mit dem Altbestand abgleichen." Zudem wisse man nicht, wann sich jemand wo aufgehalten habe: "Und gerade das ist maßgeblich, wenn man Organisationsdelikte verfolgen will, wie die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung."
Das für die Fingerabdruck-Systeme zuständige Bundesinnenministerium wollte die hohe Fehlerquote auf WESTPOL-Anfrage nicht bestätigen. Belastbare Zahlen dazu lägen nicht vor. Das Ministerium räumt allerdings ein: "Im Rahmen der Erhebung von Fingerabdruckdateien ist es nicht völlig auszuschließen, dass eine geringe Qualität der Fingerabdrücke festgestellt wird."
WESTPOL, Sonntag um 19.30 Uhr im WDR.